Andrei Krioukov

Das Besondere an den malerischen Arbeiten Krioukovs ist die enge Verbindung von Kunst und Leben, respektive Konsum. Krioukov malt seit 1987 und seit dem Jahr 2000 speziell Dinge des alltäglichen Lebens; sein Atelier glich in dieser Zeit einem Lager bestehend aus gesammeltem ‚Abfall’.

 

Krioukov malt die banal anmutenden „Highlights“ unserer Konsumgesellschaft in virtuoser Art und Technik. Aus dem Modell einer flachgedrückten „Cola-Dose“ – leitet der Künstler ein Bild von ihr ab, eine Abbildung, die auf höchstem malerischen Niveau von ihm umgesetzt wird. Flaschen, Dosen, Tüten, kurzum Verpackungsmaterial in vielen verschiedenen Ausführungen.

 

Unter dem Titel 'United World' stellte Krioukov beispielsweise in einer eindrucksvollen Ausstellung in Berlin im Jahr 2011 großformatige (H 200 x B 180 cm) und farbintensive Tafelbilder aus, die ausschließlich Cola-Dosen gewidmet waren.


Jede Dose wird zu einem individuellen Objekt. Die fotografisch genauen Portraits der Dinge, die in gelben Säcken gesammelt werden, erinnern an die fotografischen Wiedergaben von Supermarkt-Sortimenten des zeitgenössischen Fotografen Andreas Gursky.

 

Das Einweg-System und so auch der von Krioukov entwickelte Einwegrealismus all dieser Dinge wird in der malerischen Umsetzung wesentlich deutlicher und so für den Betrachter zu einem Spiegel - zu einem Aufruf zur Selbstreflektion über das eigene Kunsumverhalten.


Seine Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in Russland (u.a. in der Sammlung der Russischen Kunstakademie, Moskau), den USA, Deutschland, Niederlande, Spanien und Griechenland.

 

Andrei Krioukov, geb. 1959 in Moskau
Andrei Krioukov, geb. 1959 in Moskau